Jugendproteste an der Einstein-Realschule Potsdam, 1946 und 1950

Mittwoch, 25. September: Diskussion mit Schülern des Einstein-Gymnasiums

17 Uhr – Führung durch das Haus (Dr. Buchner)
18 Uhr – Zeitzeugengespräch mit Christian, Erika und Bettina Runge:

1) Vortrag Dr. Christian Runge (Jg. 1932) über seinen Bruder. Peter Runge (1929-2009) wird im Mai 1946 inhaftiert, weil er statt einer roten eine weiße Nelke getragen hat.[Häftling in Potsdam, Lindenstraße, dann im Lager Sachsenhausen]. Er hat das Glück, 1950 frei zu kommen, statt in Stasi-Haft überstellt zu werden. Doch fast seine ganze Klasse ist nun über West-Berlin nach Bremen geflüchtet. (Die Mauer wurde ja erst 1961 gebaut.) Auch Peter Runge wählt die Flucht. Die Einstein-Realschule Potsdam wird nun 1950 aufgelöst, Neubegründung als Einstein-Gymnasium nach 1989. Peter Runge wird durch die Russische Föderation offiziell rehabilitiert.

2) Julius Klingemann, Einstein-Gymnasium 2019, hat soeben mit einem Forschungsprojekt zu den Jugendprotesten in Potsdam 1946 bis 1950 den Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten gewonnen: Schülerinnen und Schüler befragen den Zeitzeugen Christian Runge. Auch die Schwestern Dr. Erika Runge (Jg. 1939) und Bettina Runge stehen als Zeitzeugen zur Verfügung.

3) Offene Diskussion mit allen Besuchern, Moderation: Dr. Richard Buchner

Eintritt frei – wir freuen uns auf Ihr Kommen und Ihre Fragen. – Der Vorstand

Die Veranstaltung wird unterstützt von der Stiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

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